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Blog · News · Aktuelles aus der DAA · Deutsche Angestellten-Akademie in Leipzig

 

Ausbildung DAA

4 Fragen an Jenie Nguyen, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement im 3. Lehrjahr

Warum hast du dich gerade für die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement entschieden?

Jenie Nguyen: Ich habe in der Realschule das erste Mal mit dem Bereich Wirtschaft und Verwaltung zu tun gehabt. Damals musste ich mich für meinen Realschulabschluss für ein Wahlfach entscheiden. Da ich mich mit den anderen Wahlfächern nicht anfreunden konnte, habe ich den oben genannten Bereich gewählt, den ich dann bis zur Fachoberschulreife bzw. meinem Fachabitur weitergeführt habe. Im Anschluss an mein Abitur wollte ich ein BWL Studium machen. Leider hat dies nicht geklappt und ich habe den Beruf gewählt, der am ähnlichstem zum BWL Studium war. Das ist für mich der Beruf zur Kauffrau für Büromanagement.

Wie sieht dein Ausbildungsalltag aus?

Mein Ausbildungsalltag ist gut strukturiert. Ich habe Kernaufgaben, die täglich zu erledigen sind. Zwischendrin kommen noch verschiedene Aufgaben hinzu. Nachmittags mache ich dann eine Postrunde und im Anschluss daran kommen dann kleinere Aufgaben dazu.

Wie wirst du bei der DAA in deiner Ausbildung betreut?

In erster Line kann ich mich an meine Ausbilderin oder die Zweigstellenleitung wenden. Ansonsten habe ich für jede Abteilung eine/n Absprechpartner*in, an die ich mich wenden kann, wenn ich Fragen zu den verschiedenen Aufgaben habe. Für den schulischen Teil der Ausbildung stehen mir zwei Kollegen zur Verfügung, die ungeklärte Fragen zum Schulunterreicht beantworten können. Beide sind Lernberater bei der DAA Leipzig und können mich gut unterstützen.

Was macht dir bei deiner Arbeit am meisten Spaß? Was gefällt dir am besten?

Am meisten gefallen mir die täglichen Postrunden. Diese Zeit kann ich nutzen um mich ein wenig zu bewegen und andere Kollegen, die nicht bei mir im Büro sitzen zu begrüßen. Außerdem übernehme ich gerne die organisatorische Vor- und Nachbereitung für Besprechungen und Konferenzen.

 

Gauchar Schumacher Resque 2.0 DAA Leipzig

3 Fragen an Gauchar Schumacher, Projektmitarbeiterin Resque 2.0

Frau Schumacher, wie sieht Ihr Arbeitsalltag bei der DAA in Leipzig aus?

Gauchar Schumacher: Bereits während der Fahrt zur Arbeit bereite ich im Kopf den Tag vor. Nach der Ankunft im Büro gilt der erste Blick in den Kalender und in meine für die Woche erstellte To-Do-Liste. Welche Termine stehen an, welche Vorbereitungen muss ich für die Termine treffen, da die Vorbereitung die halbe Miete ist. Anschließend sind die E-Mails im Posteingang dran. Gibt es neue Informationen von meinen Projektteilnehmer*innen oder werden Zuarbeiten von unserem Koordinator*innen gefordert? Welche Themen sollten evtl. mit Kolleg*innen besprochen werden? Was will ich bis zum Feierabend für das Projekt und die Projekteilnehmer*innen erreicht haben? Ab um 9:00 Uhr mache ich Termine mit den Projektteilnehmer*innen und somit bin ich bis Nachmittag mit Beratungsgesprächen beschäftigt. Es kommen dazu auch noch Telefonberatungen, manchmal dringende unerwartete Termine usw.

Wie und wo tanken Sie Energie während der Arbeit / in den Pausen?

Der Gedankenaustausch mit meinen Projektkolleg*innen in Bezug auf unsere Arbeit tut mir gut. Generell bereiten mir Gespräche mit Kolleg*innen Freude und lenken vom Stress ab, dadurch wächst auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die abwechselnde Tätigkeit und die Begegnung mit verschiedenen Sprachen und Kulturen wirkt erfrischend, aber auch herausfordernd. Für die physische Entspannung sorge ich mit genügend Schlaf, einmal pro Woche Sport und kurzen Familienausflügen an manchen Wochenenden.

Wie würden Sie die DAA in drei Worten beschreiben?

  1. bildungsorientiert
  2. integrativ
  3. innovativ
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Matthias Köckert Matthias Köckert, Lernberater der DAA Leipzig

3 Fragen an Matthias Köckert, Lernberater der DAA Leipzig

Herr Köckert was hat Sie dazu bewegt das zu tun, was Sie heute tun?

Matthias Köckert: Eigentlich habe ich bei der DAA selbst eine Umschulung zum Immobilienkaufmann gemacht. Damals war hier noch vieles in den Anfängen und das Kundenzentrum viel kleiner. Zu der Zeit war Herr Schlüter noch der Kundenzentrumsleiter in Leipzig, er fragte mich am Ende meiner Umschulung ob ich mir vorstellen könne bei der DAA zu bleiben bis ich eine Stelle in der Immobilienbranche gefunden habe. So bin ich hier „hängen geblieben“. Wenn man ein Produkt wie das MWS mitentwickelt und es wachsen sieht, dann entwickelt es sich manchmal zu seinem eigenen Baby.

Heute sind meine Aufgaben ganz andere als damals, aber ich komme noch immer gern morgens hier her und freue mich, wenn sich unsere Teilnehmer weiterentwickeln, ihre Ziele erreichen und später in einem guten Job landen. Das ist meine ganz persönliche Motivation.

Was würden Sie heute/ jetzt studieren, wenn Sie die Möglichkeit dazu hätten?

Wenn man jung ist, möchte man Geld verdienen. Deshalb wäre ein Studienabschluss mit einer anschließenden Beamtenlaufbahn sicher eine sinnvolle Entscheidung. Heute würde ich aber eher etwas Kreatives studieren wollen. Fotografie ist zum Beispiel etwas was für mich einen Ausgleich darstellt. Beim Fotografieren, Bild gestalten und nachbearbeiten kann ich gut entspannen und den Kopf frei bekommen. Ob man damit heute Geld verdienen kann, sei an dieser Stelle nicht berücksichtigt.

Wenn Sie eine Stadt wären, welche wäre das und warum?

Da würde Budapest auf jeden Fall in die engere Wahl kommen. Budapest ist eine nicht allzu große Stadt die aber voller Leben und Abwechslung steckt. Budapest wird von der Donau in die beiden Teile Buda und Pest geteilt. Auf der einen Seite befindet sich das „alte“ Budapest mit vielen Sehenswürdigkeiten, Museen und ganz viel Tradition. Auf der anderen Seite tobt das Leben in den vielen Clubs, jede Menge Kneipen aber auch Märkten und ganzen Vierteln voller Street Food. Wenn ich dort bin zieht es mich immer zuerst in das „alte“ Budapest, nur um anschließend in das „neue, das junge“ Budapest einzutauchen. Einen Besuch kann ich nur empfehlen.

Kundenzentrumsleiterin Sandra Richter Kundenzentrumsleiterin Sandra Richter

3 Fragen an Sandra Richter, Kundenzentrumsleiterin der DAA Leipzig

Frau Richter, warum machen Sie den Job, den Sie heute machen?

Sandra Richter: Tatsächlich bin ich eher durch einen Zufall in diesem Berufszweig gelandet. Ursprünglich wollte ich etwas handwerklich-kreatives erlernen, begann eine Ausbildung zur Köchin und konnte diese aus gesundheitlichen Gründen nicht abschließen. Nach dem Abbruch der Ausbildung stand ich vor einer beruflichen Neuorientierung - ich war fast 18 Jahre und hatte keine Idee, wie ich nun weitermachen soll. Alles, was mir Spaß gemacht hatte und hätte, ging plötzlich nicht mehr. Durch ein Berufsvorbereitungsjahr im Bereich Wirtschaft/Verwaltung landete ich schlussendlich bei der DAA in Dresden, um ein Praktikum zu absolvieren. Ich bin durch das 6-monatige Praktikum Stück für Stück in den Berufszweig hineingewachsen und konnte mich schlussendlich damit anfreunden, auch in diesem Berufszweig eine Ausbildung zu absolvieren. So begann ich 2006 meine Ausbildung zur Bürokauffrau bei der DAA in Dresden. Relativ schnell kümmerte ich mich auch um die Organisation und Durchführung von kaufmännischen Umschulungen und Weiterbildungen, anfangs hatte ich noch etwas Scheu tagtäglich mit vielen neuen Menschen Kontakt zu haben und umzugehen, ich wuchs aber schnell in den Aufgabenbereich hinein und es bereitete mir zunehmend Freude, Menschen unterschiedlicher Herkunft neue Perspektiven und Chancen zu ermöglichen. Dabei wurde mir aber auch relativ schnell klar, dass ich mich weiterentwickeln und aufsteigen will. Nach Abschluss der Ausbildung folgte eine berufsbegleitendes BWL-Studium, ein Nachwuchsprogramm und 2016 wechselte ich schließlich zur DAA nach Leipzig, um mich auf die Übernahme der Kundenzentrumsleitung vorzubereiten. Im Sommer 2017 war es dann soweit ... 

Was bedeutet Bildung für Sie?

Eine sehr komplexe Frage, die man eigentlich gar nicht so kurz und prägnant beantworten kann ... aber kurzgefasst: Bildung bedeutet für mich nicht nur die reine Vermittlung von Wissen nach festgelegten Stundenplänen, sondern das Entwickeln von Individualitäten bzw. der eigenen Persönlichkeit, das Schaffen von Chancen und Möglichkeiten für ein erfülltes Leben, das Herausarbeiten, Fordern und Fördern der Stärken eines jeden Einzelnen, damit er* sie entsprechend seines*ihres WIssens  und Könnens eingesetzt werden kann und somit am richtigen Platz ist.

Auf was können Sie in Ihrem Leben nicht verzichten?

Fortschritt, Bewegung, Weiterentwicklung. Nach dem Abschluss meiner Ausbildung verkündete ich mein Prüfungsergebnis im Führungskreis der DAA Sachsen-Anhalt (Süd) und Sachsen (heute DAA Sachsen-Anhalt(Süd), Sachsen und Thüringen), ein Mitglied antwortete mir "Herzlichen Glückwunsch! Geben Sie sich niemals mit dem zufrieden, was Sie erreicht haben." und dieser Satz begleitet mich bis heute, beschreibt dabei auch sehr knapp und präzise den Hintergrund meines Handelns und Tuns. 
Ich bin sehr ungeduldig und kann nicht lange auf einer Stelle verweilen, sehr schnell habe ich das Gefühl, etwas zu verpassen oder abgehangen zu werden (im beruflichen Kontext, gerade in der jetzigen Zeit empfinde ich Fortschritt, Flexibilität und Anpassbarkeit als wesentlichen Faktor, um dabei bleiben zu können). Dass schafft natürlich auch enormen Druck, aber für mich ist Druck positiv, um Voranzukommen.

Aber jetzt erwartet mich erstmal ein neuer kleiner Arbeitgeber und ich verabschiede mich in den Mutterschutz. Während meiner Abwesenheit wird Andrea Fuchs die Leitung des Kundenzentrums in Leipzig übernehmen. Ich freue mich auf die neue Herausforderung als Mama, aber auch darauf, alle Kolleg*innen, Kooperations- und Geschäftspartner*innen bald wiederzusehen!

Ich wünsche Ihnen alles Gute, bis bald!

Tilo Schermuck, Lernberater der DAA Leipzig Tilo Schermuck, Lernberater der DAA Leipzig

3 Fragen an 3 Fragen an Tilo Schermuck, Lernberater bei der DAA Leipzig

Auf Facebook beantwortet uns Tilo Schermuck, langjähriger Mitarbeiter der DAA, 3 Fragen.

Ebrahim Ahmad Ebrahim Ahmad, Teilnehmer Berufssprachkurs B1

3 Fragen an Ebrahim Ahmad, Teilnehmer Berufssprachkurs B1

Ebrahim Ahmad ist 25 Jahre und kommt aus Syrien. Seit Februar 2020 nimmt er an unserem Berufssprachkurs mit dem Ziel B1 teil und wird in vier Wochen seine Prüfung absolvieren. Für uns hat er sich trotz Prüfungsvorbereitung und Prüfungsstress einen Moment Zeit genommen, um uns einen Einblick in das islamische Opferfest zu geben.

Ebrahim, warum feiern Sie das Opferfest und wie wichtig ist das Fest für Sie?

Ebrahim Ahmad: Das Opferfest ist das höchste islamische Fest. Die Menschen erinnern sich an das große Opfer, dass der Prophet Abraham (Ibrahim) brachte, als er bereit war, Gott seinen Sohn Ismael zu opfern. Das Opferfest wird auch gefeiert, um den Bedürftigen zu helfen. Als Zeichen der Freundschaft beschenken sich viele Muslime am Tag des Opferfestes gegenseitig. Viele Muslime pilgern nach Mekka. Zu den Stationen gehört auch der Berg Arafat, hier beten die Pilger von Mittag bis Abend. Muslime die nicht pilgern können, fasten an diesem Tag und beten dafür, dass ihnen ihre Sünden aus dem vergangenen und dem neuen Jahr vergeben werden.

In Syrien ist das Opferfest sehr wichtig. In Deutschland feiern einige Familien das Fest, jedoch ist es schwierig, da die 4 Tage in Deutschland nicht als Feiertage gelten. Auch ist es schwierig aufgrund der aktuellen Situation in Syrien das Opferfest zu feiern, da viele Familien nicht die nötigen Mittel haben, um das Fest zu feiern. An diesen Tagen werden die Familie und Freunde angerufen und man beglückwünscht sich gegenseitig zum Fest.

Das Fest nennt sich Opferfest, was wird bei diesem Fest geopfert?

Opfergaben für Hilfsbedürftige als Geldspende oder Essen. Ein Tier (Kuh, Schaf, Kamel) wird am Opferfest geschlachtet und folgendermaßen verteilt: 1/3 Fleisch für Familie, 1/3 erhalten die Freunde und das letzte Drittel geht an die Bedürftigen (die Fleischspende bekommt der Imam und er verteilt das Fleisch an die Bedürftigen). Ein Schaf wird von einer Person gekauft und geopfert, eine Kuh wird von sieben Personen gekauft und geopfert und ein Kamel wird auch mit sieben Personen gemeinsam gekauft und geopfert.

Wir werden Sie das Fest heute ferien?

Die Gläubigen gehen in die Moschee um zusammen zu beten. Nach dem Gebet beglückwünscht man sich gegenseitig. Danach wird ein Tier (Kuh, Schaf, Kamel) geopfert. Am ersten Tag des Opferfestes besucht man morgens das Grab der Toten und legt Blumen nieder. Das Opferfest wir mit der Familie und den Freunden zusammen gefeiert, die Familien und Freunde besuchen sich gegenseitig und sitzen bei einem gemeinsamen Essen zusammen. Die Kinder spielen Draußen und die Erwachsenen unterhalten sich. Vor dem Opferfest werden Süßigkeiten selbst hergestellt. Süßigkeiten wie Brazek (Sesamkekse), Baklava oder Maamoul (Mürbeteiggebäck mit Pistazien, Walnüssen oder Datteln).

Ebrahim, vielen Dank für diesen kurzen Einblick. Wir wünschen Ihnen und allen Musliminnen und Muslimen ein gesegnetes Opferfest!