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Blog · News · Aktuelles aus der DAA · Deutsche Angestellten-Akademie in Leipzig

 

Ebrahim Ahmad

3 Fragen an ... 

 

Ebrahim Ahmad ist 25 Jahre und kommt aus Syrien. Seit Februar 2020 nimmt er an unserem Berufssprachkurs mit dem Ziel B1 teil und wird in vier Wochen seine Prüfung absolvieren. Für uns hat er sich trotz Prüfungsvorbereitung und Prüfungsstress einen Moment Zeit genommen, um uns einen Einblick in das islamische Opferfest zu geben.

Ebrahim, warum feiern Sie das Opferfest und wie wichtig ist das Fest für Sie?

Das Opferfest ist das höchste islamische Fest. Die Menschen erinnern sich an das große Opfer, dass der Prophet Abraham (Ibrahim) brachte, als er bereit war, Gott seinen Sohn Ismael zu opfern. Das Opferfest wird auch gefeiert, um den Bedürftigen zu helfen. Als Zeichen der Freundschaft beschenken sich viele Muslime am Tag des Opferfestes gegenseitig. Viele Muslime pilgern nach Mekka. Zu den Stationen gehört auch der Berg Arafat, hier beten die Pilger von Mittag bis Abend. Muslime die nicht pilgern können, fasten an diesem Tag und beten dafür, dass ihnen ihre Sünden aus dem vergangenen und dem neuen Jahr vergeben werden.

In Syrien ist das Opferfest sehr wichtig. In Deutschland feiern einige Familien das Fest, jedoch ist es schwierig, da die 4 Tage in Deutschland nicht als Feiertage gelten. Auch ist es schwierig aufgrund der aktuellen Situation in Syrien das Opferfest zu feiern, da viele Familien nicht die nötigen Mittel haben, um das Fest zu feiern. An diesen Tagen werden die Familie und Freunde angerufen und man beglückwünscht sich gegenseitig zum Fest.

Das Fest nennt sich Opferfest, was wird bei diesem Fest geopfert?

Opfergaben für Hilfsbedürftige als Geldspende oder Essen. Ein Tier (Kuh, Schaf, Kamel) wird am Opferfest geschlachtet und folgendermaßen verteilt: 1/3 Fleisch für Familie, 1/3 erhalten die Freunde und das letzte Drittel geht an die Bedürftigen (die Fleischspende bekommt der Imam und er verteilt das Fleisch an die Bedürftigen). Ein Schaf wird von einer Person gekauft und geopfert, eine Kuh wird von sieben Personen gekauft und geopfert und ein Kamel wird auch mit sieben Personen gemeinsam gekauft und geopfert.

Wir werden Sie das Fest heute ferien?

Die Gläubigen gehen in die Moschee um zusammen zu beten. Nach dem Gebet beglückwünscht man sich gegenseitig. Danach wird ein Tier (Kuh, Schaf, Kamel) geopfert. Am ersten Tag des Opferfestes besucht man morgens das Grab der Toten und legt Blumen nieder. Das Opferfest wir mit der Familie und den Freunden zusammen gefeiert, die Familien und Freunde besuchen sich gegenseitig und sitzen bei einem gemeinsamen Essen zusammen. Die Kinder spielen Draußen und die Erwachsenen unterhalten sich. Vor dem Opferfest werden Süßigkeiten selbst hergestellt. Süßigkeiten wie Brazek (Sesamkekse), Baklava oder Maamoul (Mürbeteiggebäck mit Pistazien, Walnüssen oder Datteln).


Ebrahim, vielen Dank für diesen kurzen Einblick. Wir wünschen Ihnen und allen Musliminnen und Muslimen ein gesegnetes Opferfest!