Pressestimmen und Rückblicke der DAA Leipzig

 

An dieser Stelle informiert Sie die DAA Leipzig über aktuelle Geschehnisse in ihrer Bildungsarbeit. Projekterfolge, bestandene Abschlussprüfungen, Rückblicke zu Veranstaltungen, Foto- und Bilderausstellungen ... all das bereichert den Bildungsalltag unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und lässt uns stolz auf unsere Arbeit zurückblicken. Erhalten auch Sie einen Überblick über unsere Arbeit und die daraus erzielten Erfolge.

Ausstellung "Orte der friedlichen Revolution" in der DAA Leipzig

Mit der zweisprachigen Präsentation „Orte der Friedlichen Revolution" können sich insbesondere arabischsprechende Besucher über die jüngste Geschichte und die Demokratieentwicklung in Deutschland informieren. Die revolutionären Ereignisse von 1989/90 sind ein Beispiel dafür, wie sich Bürger friedlich und erstmals erfolgreich gegen eine Diktatur gewendet haben, um Freiheit und demokratische Grundrechte zurückzuerlangen. Erfahrungen mit Diktaturen oder totalitären Ansichten haben die hier lebenden Flüchtlinge und Asylsuchenden oft selbst erleben müssen.

An Hand der Ausstellungstafeln wird deutlich, wie sich der politische Widerstand gegen das SED-Regime und der damit einhergehende demokratische Aufbruch in Leipzig entwickelt hat. Als Rundgang angelegt, führt die Präsentation an 20 Originalschauplätze im Leipziger Innenstadtbereich und verdeutlicht durch den chronologischen Aufbau, wie aus den Protesten einzelner eine Massenbewegung entstand, die sowohl die Diktatur in der DDR zum Einsturz brachte als auch den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands ebnete. Erlebbar werden die Ereignisse der Friedlichen Revolution auch durch die App „Leipzig ‘89", die mit über 300 historischen Fotos, Dokumenten und Filmbeiträgen nun ebenfalls in arabischer Sprache die Informationen auf den Tafeln ergänzt und eine Hörführung bietet.

Anreize schaffen, sich intensiver mit der Geschichte zu befassen

Die deutsch-arabischsprachige Präsentation zur Stelen-Ausstellung ist bewusst in zwei Sprachen gestaltet: Die Flüchtlinge können so ihre bereits erlernten Kenntnisse zur deutschen Sprache anwenden und mit Hilfe des arabischen Teils unklare Worte ergänzen. Gleichzeitig sollen die Tafeln Anreize schaffen, sich intensiver mit der jüngsten deutschen Geschichte zu befassen. In der Gedenkstätte selbst gibt es beispielsweise auch einen Audioguide in Arabisch zur Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität", womit sich die Besucher selbstständig über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des Geheimdienstes informieren können. Gegebenenfalls können die Geflüchteten die Geschehnisse in der kommunistischen Diktatur der DDR mit ihren eigenen Erfahrungen in Bezug setzen oder Parallelen zu den gegenwärtigen Verhältnissen in ihren Heimatländern erkennen.

Die Ausstellung findet vom 18.09.2017 bis 31.10.2017 bei der Deutschen Angestellten-Akademie GmbH Leipzig am Torgauer Platz 1 in 04315 Leipzig, 4. Etage, statt. Sowohl Einzel- als auch Gruppenbesucher können sich die deutsch-arabischsprachige Präsentation zu den Öffnungszeiten der Deutschen Angestellten-Akademie Leipzig ansehen: montags bis freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr. Bei Gruppenbesuchern wird um Anmeldung gebeten.

Der Eintritt ist frei.

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Innovative Geschäftsidee

Unser Quartiersservice Wirtschaft konnte Produkt-Designer Alexander Große bei der Geschäftsfelderöffnung unterstützen. Alexander Große hat unter dem Label „plus minus null“ ökologisch nachhaltige Urnen und Särge entworfen und gewann damit bereits einen Design-Preis. Diesen Erfolg zum Anlass nehmend fragte er Beratung beim ArbeitsladenPLUS nach.

Wir konnten Herrn Große bei den Themen Marktanalyse, Preisermittlung, Vertriebsstrategien sowie geeigneter Produktionsstandort im Leipziger Osten unterstützen. Aufgrund der besonderen Ausrichtung der Geschäftsfelderweiterung unterstützte unser Team Herrn Große bei der Bewerbung um ein Stipendium des social impact lab, einem unserer Kooperationspartner.

 

 

Wir waren dabei – Asia Day 2017

Am 26.08.2017 lud die Deutsch-Asiatische-Gesellschaft-Leipzig e.V. in Kooperation mit dem Mütter- und Familienzentrum Leipzig-Grünau auf eine Reise durch die kulturelle Vielfalt des asiatischen Kontinents ein. Auch der ArbeitsladenPlus nahm dies zum Anlass, um mit den Stadtteilbewohnern ins Gespräch zu kommen und auf die Angebote des Arbeitsladens hinzuweisen. Dank des guten Wetters und dem ansprechenden Rahmenprogramm nahmen viele Familien dieses Angebot gerne wahr.

Zeugnisausgabe an die Teilnehmer/-innen des Integrationskurses bei der DAA Leipzig

Der nunmehr 13. Integrationskurs bei der DAA Leipzig wurde am 13.01.2017 erfolgreich beendet. Alle Teilnehmer/-innen absolvierten bereits am 17.12.2016 ihre DTZ-Prüfung (Deutsch-Test für Zuwanderer) und beendeten darauffolgend ihren teilweise neun Monate umfassenden Kurs mit dem sich anschließenden Orientierungskurs. Sowohl wir, aber vor allem unsere Teilnehmer/-innen können stolz auf ihre Ergebnisse sein - 23 Teilnehmer/-innen schlossen ihren Integrationskurs erfolgreich ab.

Wir wünschen allen Teilnehmer/-innen viel Erfolg und alles Gute - ob bei der sich anschließenden Aufnahme einer Ausbildung, einer Arbeit oder der Erweiterung ihrer bereits erworbenen Kenntnisse im Rahmen eines Kurses zur berufsbezogenen Deutschsprachförderung!

Interview mit der Absolventin Mandy Weiße (Umschülerin zur Kauffrau im Gesundheitswesen)

Frau Mandy Weiße (35 Jahre) hat in diesem Jahr eine Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen bei der DAA Leipzig abgeschlossen. Anlässlich der feierlichen Übergabe der Abschlusszeugnisse durch die Industrie- und Handelskammer haben wir mit ihr gesprochen.

DAA: Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung! Vielleicht beschreiben Sie uns kurz, wie sie dazu gekommen sind, eine Umschulung bei der DAA Leipzig zu absolvieren.

Mandy Weiße: Vielen Dank. ich bin ausgebildete Foto- und Medienlaborantin. Ein sehr schöner Beruf, der mir immer viel Freude bereitet hat. Nur: wenn es keine Fotos mehr zu entwickeln gibt, fehlen einem irgendwann die beruflichen Perspektiven. Die Digitalisierung in der Fotografie hat meine ursprüngliche Ausbildung hinfällig werden lassen.

DAA: Und wie sind Sie auf den Berufswunsch Kauffrau im Gesundheitswesen gekommen?

Mandy Weiße: Die Entscheidung für diesen beruf liegt schon ein paar Jahre zurück. Schon bei der Geburt meiner Kinder und den damit verbundenen Krankenhausaufenthalten war mir klar, dass ich, falls ich einmal gezwungen sein sollte, meinen alten Beruf aufzugeben, gern ins Gesundheitswesen wechseln würde. Ich habe mich immer für eine Arbeit am Menschen interessiert und den Schritt bis heute nicht bereut.

DAA: Warum haben Sie sich für die DAA entscheiden?

Mandy Weiße: zunächst habe ich mich gründlich umgesehen und mir eine Reihe von Bildungsunternehmen angeschaut. Mehre Faktoren spielten bei der Auswahl der Schule für mich eine wichtige Rolle. Maßgeblich war vor allem – ganz pragmatisch gesehen – die Entfernung zu meinem Wohnort sowie die Frage, wie und mit welchen Methoden die Ausbildung stattfindet.

DAA: Und die DAA hat Sie diesbezüglich überzeugt?

Mandy Weiße: Was mir bei der DAA gefallen hat, war die variable Unterrichtsgestaltung und die damit verbundene freie Zeiteinteilung, was ich wie, wann und wo zu lernen habe. Auch die Möglichkeit im Krankheitsfall zuhause zu arbeiten, hat mich überzeugt. Außerdem konnte ich mir vor dem Umschulungsstart Einrichtung und Unterrichtsräume der DAA Leipzig genauer ansehen und mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem 2. Ausbildungsjahr reden, die mich dann letztendlich davon überzeugt haben, am Torgauer Platz meine Umschulung aufzunehmen. Es folgten zwei sehr anstrengende Jahre, die sich aber gelohnt haben. Ich habe viel gelernt und eine Menge netter Leute kennengelernt.

DAA: Sie haben bereits darauf hingewiesen, dass Sie das DAA-Lernsystem grundsätzlich überzeugt hat. Gibt es auch kritische Punkte, die Sie uns mit auf den Weg geben möchten?

Nun ja, sicher gibt es immer etwas, dass verbessert werden könnte. Was mich etwas gestört hat, war zum Beispiel die Länge der Lernmodule. Es war nicht immer leicht, den roten Faden für die anvisierten 40 Stunden sofort zu finden. Auch war mir nicht immer klar, was vom Stoff der Lernmodule prüfungsrelevant war und was eben nicht. Aber dafür hatten wir ja unsere Lernberater und Fachdozenten, bei denen ich mich auf diesem Weg noch einmal für die gute Betreuung herzlich bedanken möchte.

DAA: Eine Umschulung macht natürlich nur Sinn, wenn im Nachhinein eine neue berufliche Tätigkeit aufgenommen werden kann. Wie sieht es, Frau weiße, haben Sie schon einen Job in Aussicht?

Mandy Weiße: Der Arbeitsvertrag ist schon unterschrieben. Ich werde noch im Oktober in einer Zahnarztpraxis anfangen und freue mich schon sehr, endlich wieder arbeiten gehen zu können.

DAA: Frau Weiße, ich danke Ihnen für das Gespräch.

 

Das Interview führte Markus Metke.